Kreis Heinsberg profitiert von Landesförderung für kleine Geburtshilfen

Rund 755.000 Euro für Krankenhäuser in Heinsberg und Erkelenz

Die CDU-Landtagsabgeordneten Bernd Krückel MdL und Thomas Schnelle MdL begrüßen, dass die beiden Krankenhäuser in Erkelenz und Heinsberg in diesem Jahr wieder von der Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen für Geburtshilfen profitieren. 

Bernd Krückel MdL und Thomas Schnelle MdL (v.l.n.r.). ©Foto: CDU-Landtagsfraktion / Ralph Sondermann [A]
Bernd Krückel MdL und Thomas Schnelle MdL (v.l.n.r.). ©Foto: CDU-Landtagsfraktion / Ralph Sondermann [A]

Das Land NRW unterstützt gezielt Kliniken, die jährlich vergleichsweise wenige Geburten betreuen, weil diese trotz hoher Vorhaltekosten oft nicht kostendeckend arbeiten können. Beide Häuser im Kreis erfüllen dieses Kriterium: Das Städtische Krankenhaus Heinsberg begleitet jährlich rund 630 Geburten und erhält 500.255 Euro, das Hermann-Josef-Krankenhaus in Erkelenz mit 634 Geburten im letzten Jahr erhält 254.555 Euro. Insgesamt fließen damit rund 755.000 Euro in die ge-burtshilfliche Versorgung im Kreis.

Die Landesregierung unterstützt 2026 landesweit 65 Geburtskliniken mit insgesamt rund 25 Millionen Euro aus der Überbrückungsfinanzierung des Bundes. Gefördert werden ausschließlich Krankenhäuser mit bis zu 1.100 Geburten pro Jahr. Kriteri-um für die Förderhöhe ist dabei vor allem die Geburtenzahl, allerdings in den Vorjahren.

Bernd Krückel MdL, CDU-Landtagsabgeordneter des Heinsberger Südkreises, betont dazu: „Das Städtische Krankenhaus Heinsberg steht vor großen Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass das Land die Geburtshilfe vor Ort gezielt unterstützt. Die Krankenkassen tragen die Betriebskosten. In Krankenhäusern mit vergleichsweise geringen Geburtenzahlen sind die Kosten für die Vorhaltung der erforderlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Räumlichkeiten aber so hoch, dass die Finanzierung der Krankenkassen bei weitem nicht ausreicht, die Kosten zu decken. Trotz der Fördermittel für das Krankenhaus in Heinsberg verbleibt ein erhebliches Defizit."  

Thomas Schnelle MdL, CDU-Landtagsabgeordneter des Heinsberger Nordkreises, erklärt: „Das Hermann-Josef-Krankenhaus in Erkelenz ist ebenfalls ein unverzichtbarer Teil der wohnortnahen Versorgung in unserer Region. Im vergangenen Jahr hat es 634 Geburten begleitet. In den Vorjahren war deren Zahl noch höher. Die Förderung von über 254.000 Euro ist eine direkte Anerkennung dieser Leistung und hilft dem Haus, den Betrieb der Geburtshilfe auch künftig stabil zu halten."

Im Rahmen der dualen Krankenhausfinanzierung tragen die Krankenkassen die Betriebskosten und die Länder die Investitionskosten. Seit 2023 stellt der Bund jährlich 120 Millionen Euro als Überbrückungsfinanzierung für Geburtshilfen bereit; auf Nordrhein-Westfalen entfallen davon rund 25 Millionen Euro. Das Geld stammt aus Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung und wird mit Inkrafttreten des Krankenhausreformanpassungsgesetzes (KHAG) bis 2027 fortgeführt. Die Landesregierung hat 2025 erstmals festgelegt, dass ausschließlich Krankenhäuser mit ei-ner vergleichsweise niedrigen Geburtenzahl den Zuschuss erhalten. 2025 erhielten 69 Geburtskliniken eine entsprechende Förderung; insgesamt wurden rund 25 Millionen Euro ausgezahlt.