CDU Kreis Heinsberg

Staatssekretär Peter Bleser MdB aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium besucht den Kreis Heinsberg
Staatssekretär Peter Bleser MdB aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium besucht den Kreis Heinsberg

Auf meine Einladung besuchte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser MdB, den Kreis Heinsberg. Zunächst ging es in den landwirtschaftlichen Milchviehbetrieb der Familie Schiffers in Waldfeucht-Bocket. In dem Familienbetrieb wird nicht nur Milchvieh gehalten, sondern auch Milch in der eigenen Molkerei hergestellt. Durch den Fokus auf eine regionale Vermarktung können die Vertriebswege kurz gehalten werden. „Dies ist für unsere Kunden sehr wichtig, denn Sie wissen, woher die Milch kommt. Von unserem Vieh, das auf den Weiden in der Umgebung steht.“ erläutert Herbert Schiffers. Das sorgt, so Schiffers weiter „für Transparenz. Die kurzen Vertriebswege sind gut für die Umwelt.“
Ich finde es beeindruckend, wie breit der Betrieb der Familie Schiffers aufgestellt ist. Ich bin davon überzeugt, dass wir keine ideologisch geprägte Landwirtschaft brauchen, sondern auf Sachkompetenz vernünftig aufgestellte Rahmenbedingungen. Hierfür kann die Politik viel tun, und das wird sie auch.
Vor allem, so wurde im Laufe des Gesprächs mit Peter Bleser und Herbert Schiffers deutlich, stören verwaltungsrechtliche Vorgaben die Landwirtschaft. Sei es die Erweiterung des Betriebs, oder auch nur der Umbau eines Stalls; die bürokratischen Hürden sind hoch. Dies ist nicht der Fehler der Behörden vor Ort, sondern der Ausfluss einer zwischen 2010 und 2017 fehlgeleiteten Landespolitik mit ideologisch geprägten Vorstellungen über Landwirtschaft. Dies muss sich schnell ändern.
Im Rahmen des Besuchs hatte auch der Geschäftsführer des Aktionskreises für Flüchtlinge in Waldfeucht, Herr Alwin Meisberger, die Gelegenheit, dem Staatssekretär Bleser sein Flüchtlingsprojekt vorzustellen. Dieses war zuvor durch die Fördermaßnahme „Bundesprogramm Ländliche Entwicklung“ (BuLE) vom Bundeslandwirtschaftsministerium mit Fördermitteln in Höhe von 1.800 Euro bedacht worden. Meisberger bringt zugereisten Flüchtlingen unter anderem die kulturellen Feinheiten des Landes durch entsprechende Exkursionen näher.
Dem Aktionskreis gebührt Dank für den Einsatz und das Engagement. Ich und gratuliere zum Erhalt des Förderbescheids. Der Aktionskreis leistet einen großen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen. Hierfür danke ich aufs Herzlichste.

Foto:
Alwin Meisberger (Aktionskreis Flüchtlingshilfe, 2.v.l.), Wilfried Oellers MdB (6.v.l.), Herbert Schiffers (Mitte), Bernhard Conzen (Rheinischer Landwirtschaftsverband RLV, 8.v.r.), Staatssekretär Peter Bleser MdB (6.v.r.), Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen (4.v.r.)


Im Anschluss besuchten wir den Fleischereibetrieb Esser in Erkelenz-Lövenich. In dem seit mehreren Generationen im Familienbesitz stehenden Betrieb werden Spezialitäten aus regionalen und einheimischen Schlachttieren hergestellt.
„Wir sind den Landwirten im Kreis verbunden“, erläuterten Max und Karl-Heinz Esser. „Das fördert die regionale Nachhaltigkeit. Und das wiederum fördert die Umwelt, da durch kurze Vertriebs- und Transportwege die Umwelt so wenig wie möglich belastet wird.“
Max Esser: „Wir wollen Qualität für den Kunden. Deshalb suchen wir uns die Fleischproduzenten und -lieferanten ganz genau aus. An der Qualität werden keine Abstriche gemacht.“
Der Fleischereibetrieb Esser ist ein weiteres Beispiel dafür, wie hier im Kreis Heinsberg regionale Symbiosen geschlossen werden. Das Fleisch, das hier verarbeitet wird, kommt aus Zuchtbetrieben in den umliegenden Ortschaften und der Region.
Die Politik kann viel dafür tun, dass die Rahmenbedingungen fair für die Landwirte bleiben, die das Fleisch für Metzgereien wie die von Karl-Heinz Esser produzieren. Es muss Abstand von einer ideologischen Landwirtschaft genommen werden, hin zu einer sachorientierten Landwirtschaft, die Umweltstandards einhält.
Beide Metzger betonten, dass es momentan Probleme nur dann gebe, wenn die Verwaltung ins Spiel käme. Dies passiere im Fall, dass Zuchtbetriebe ihre Ställe erweitern würden oder eine Baugenehmigung bräuchten. Nicht so sehr, um die Zahl der Schlachttiere zu erhöhen, sondern ganz im Gegenteil, um mehr Platz für die Tiere zu schaffen. Das Wohl der Tiere würde hier durch die Bürokratie ein Stück weit ausgebremst. Gleichwohl betonten beide, dass die Schuld nicht die Verwaltungen vor Ort träfe, sondern die bis in den Mai 2017 noch durch rot-grün geleiteten obersten Landesbehörden.

Foto:
v.r.n.l.: Staatssekretär Peter Bleser MdB, Max Esser, Wilfried Oellers MdB, Karl-Heinz Esser
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